Design für die oberen 70%
Webdesigner haben immer mit mindestens 3 Browser-Typen zu tun: 1. mit dem standardkonformen Firefox, 2. dem standardkonformen Webkit-basierten Safari und 3. dem Internet-Explorer. Auf unseren Seiten sieht die Anteil der Browser ganz anders als sonst aus:
Mozilla Firefox (alle Versionen): 54%
Apple Safari (alle Versionen): 22%
Microsoft Internet-Explorer (alle Versionen): 20%
Für Webdesigner ist das eine erfreuliche Verteilung, da der Internet-Explorer nur von 20% der Benutzer verwendet wird. Auf den meisten anderen Webseiten liegt der Anteil oft über 35%. Erfreulich ist das, weil man sich so auf die standardkonformen Browser konzentrieren kann und erst später einige Optimierungen für den Internet-Explorer einbaut.
Unsere Webanwendung Werkstatt42 bekommt gerade ein komplett neues Design, das die Anwendung noch benutzerfreundlicher macht. Für uns bedeutet die Verteilung der Browser, dass wir die Seite parallel in drei Browsern (und drei Bildschirmen) testen.
Dabei arbeiten wir vor allem an Details, wie Schriftarten, Farben, Größen, Schatteneffekten und Navigationselementen. Gerade Abrundungen waren in der Vergangenheit ein kompliziertes Thema, weil dafür Hintergrundbilder in verschiedenen Größen und Formen verwendet werden mussten. Mit CSS3 gibt es ein neues Attribut "border-radius", mit dem der Browser die Abrundungen rendert. Leider befindet sich der CSS3-Standard noch im Aufbau und wird noch nicht von den Browsern unterstützt. Mozilla und Apple sind allerdings dazu übergegangen, Teile des Standards bereits heute zu unterstützen.
Daher können wir die Attribute -moz-border-radius und -webkit-border-radius schon heute verwenden und unseren Kunden mit einem standardkonformen Browser eine schönere Seite bieten. Alle anderen sehen die Seite etwas kantiger - nichtsdestotrotz funktioniert sie auch hier tadellos. Das ist Design für die oberen 70%.


09. März von Heiko Webers
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